Die Kreuzung

Bevorzugter Kreuzungstermin ist ca. im Juni, was natürlich auch abhängig von den Blühzeiten der jeweiligen Rosen ist. Geerntete Pollen können nicht dauerhaft aufbewahrt werden. Unterschiedliche Blühzeiten von den gewünschten Vater- und Mutterpflanzen gleiche ich durch Rosen in Kübeln aus, die dann bei Bedarf im Gewächshaus vorkultiviert werden.

Die Kreuzung sollte in den frühen Morgenstunden erfolgen.

Auf dem folgenden Bild ist eine geeignete Blüte zu sehen die sich kurz vor dem Öffnen befindet. Dadurch ist sichergestellt dass noch keine Fremdbestäubung stattgefunden hat.

Jede Rosenblüte hat einen Mutter- und Vateranteil. Der Stempel (Mutter) ist in der Mitte und die Pollensäcke (Vater) sind um den Stempel angeordnet.

Mit einem Messer oder geschliffenem Holzstab werden die Pollensäcke vorsichtig entfernt. Das nachfolgende Bild zeigt eine “entmannte” Blüte.

Hier die gewonnenen Pollensäcke.

Die Pollen werden nun 1 bis 2 Tage luftdicht in einer Dose aufbewahrt. Nach dieser Zeit wird die Dose gut geschüttelt damit sich die Pollen lösen. Mit einem feinen Pinsel werden anschließend die Pollen auf den Stempel gebracht. Nach jeder Kreuzung muss der Pinsel gereinigt werden damit sichergestellt ist, dass sich keine Pollen von vorherigen Kreuzungen am Pinsel befinden.

Die Hagebutte wird nun zum Schutz vor Fremdbestäubung geschützt. Ich benutze hierfür Alufolie.

Dieser Schutz kann nach 3 Tagen entfernt werden. Die Hagebutte wird mit der Angabe von Mutter und Vater beschriftet und bis zum Ausreifen der Hagebutte an der Rose gelassen.

Ein gutes Anzeichen dass die Befruchtung funktioniert hat ist das Anheben der Kelchblätter.

Abschließen wird die Kreuzung ins Zuchtbuch eingetragen. Ich benutze hierfür eine von mir programmierte Software. Diese Software ist unter der Internetadresse www.Rosensoftware.de erhältlich.

 

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