Wie man beginnen sollte

Oft wird am Anfang versucht zu viel zu wollen. Es wird angestrebt eine einmalige, in ihrer Schönheit nie dagewesene, völlig neue Rose zu züchten. Sicher ist jede Rose einmalig und auf ihre Art reizvoll, doch sollte man am Anfang nicht zu viel wollen. Natürlich macht es einen riesigen Spaß die Kreuzungen zu planen und es wird gedacht, dass sich alles so vererbt wie es den Planungen entspricht. Leider sind hier die Gene von vielen Generationen nicht vorhersehbar und die Dominanz der einzelnen Gene kann man nicht im Voraus berechnen. Da werden Duftrosen mit verschiedenen Farben gekreuzt und es soll dann eine duftende Rose mit einer gewissen Farbe und Füllung entstehen. Schnell stellt sich Enttäuschung ein wenn die Sämlinge dann nicht duftet oder die neue Rose sehr anfällig ist.

Es ist hier nicht meine Absicht jedem Anfänger den Mut zu nehmen. Das Gegenteil möchte ich erreichen. Wer sich wenig vornimmt wird sich freuen wenn es mehr wird als am Anfang gedacht wurde.

Für den Anfang kann man ruhig Hagebutten seiner Lieblingsrosen säen, die frei abgeblüht sind. Durch die Gene von vielen Generationen können hier schöne Rosen entstehen und es besteht die Möglichkeit praktische Erfahrungen zu sammeln. Hierzu bieten sich moderne Rosen an, die in der Vererbung meist sehr instabil sind und schon im ersten Jahr blühen. Der Beginn mit Historischen Rosen ist anfangs meist von Enttäuschungen geprägt. Manche Rosen blühen erst nach einigen Jahren und gerade in der Einstiegsphase möchte der Rosenfreund sehen was die Rose an Blüten hervorbringt.

Ich persönlich habe zu Beginn nur auf die Verbesserung der Winterhärte gekreuzt. Die restlichen Faktoren kamen dann später hinzu.

 

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